Zellglasbeutel

Zellglas (Cellophan) wird aus Cellulose hergestellt. Durch Umsetzen der Zellulose mit Natronlauge (NaOH) und Schwefel- kohlenstoff (CS2) erhält man Zellulosexanthogenat. Die Lösung des Xanthogenats in Natronlauge ist honiggelb und zähflüssig (Viskose). Sie wird durch Schlitzdüsen in saure Fällbäder gepreßt. Bei diesem Vorgang werden Schwefelkohlenstoff und Schwefelwasserstoff (H2S), zwei giftige, gasförmige Substanzen, frei. Die entstehenden Z.-Folien werden durch Waschbäder geleitet und getrocknet.

Zellglas dient als Verpackungsfolie (z.B. Textilien, Papierwaren). Es ist gasundurchlässig, jedoch durchlässig für Wasser. Um die Wasserdurchlässigkeit zu erniedrigen, wird Zellglas mit synthetischen Polymeren beschichtet.


Weitere Anwendungsbereiche sind die Herstellung elektrischer Kabel, Verpackung von Pharmazeutika sowie Wurst- und Süßwaren. Zellglas ist keine alternative Verpackung. Es ist zwar biologisch abbaubar und kann dem Altpapierrecycling zugeführt werden, jedoch ist die Herstellung mit hoher Luft - und Abwasserbelastung sowie einem hohen Holzbedarf verbunden. Den größten Teil der Produktion macht zudem beschichtetes Zellglas aus, das biologisch nicht vollständig abbaubar ist.